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186, a dogge tail 281, the castelle wallis 122, upon a day warnyng PL * III 354. Die letzten fälle sind fast schon als zusammensetzungen zu betrachten. Ferner at ye aldermannes wyl and at ye cumpany (gen.) Norf. gilden 30, he ... come unto a servaunt hous of myn ... cald William Shirref Linc. PL I (97)

Ausserhalb Norfolk sind derartige fälle endungslosen genetivs in unseren quellen selten (our lady lyght u. ä. bei Morsbach s. 111 beruht auf alter genetivendung -e; seint Katerine day u. ä. (ebd.) wird unter lateinischem einfluss daran angeglichen sein). Mir sind aufgefallen the fadre lawis 2 Makk. VII 2 a und in den urkunden Richards III afore the king coronacion 24, the king .. grace 71. Beispiele aus dem 16. jahrhundert s. Hoelper 47.

2. Plural. (S 218) In einigen auf einen zischlaut ausgehenden wörtern (meist romanischen ursprungs) ist die pluralendung -s mit dem auslautenden konsonanten des stammes verschmolzen. So erscheint in London wytnesse (Morsbach 113), paresshe W 114/25, in Suffolk vers 1467: 19, in Norfolk ordinance (Schultz 31), in Kath. in dyuerse place : in hys ... place II 649, the seuyn scyens : expens (sg.) : dylygens (sg.) III 212, sacryfise (pl.) : despise IV 742 — ebs. places : was Gen. 1467, Lon. XXII 78, – in Chr. liknes 33, chalis 146, place 164, 190, 268, sciens 104, 110, 113, (doch sciensis 10, expenses 230), vers 133, 173, 221 u. Ö., in den PL on of the justice of pease Wo I 370, bei Caxton plays (frz. sing. plais = ne. plaice), fyssh(e) 26, 95 neben fysshes 96. Vgl. ne. plur. fish, verse, die jedoch auch andere erklärungen zulassen.

Doppelter plural liegt vor in grecis < gré < gradum Chr. 78, gresys Suff. 1467: 20.

($ 219) Eine beträchtliche anzahl von schwachen substantiven hat die ae. pluralendung -n bewahrt. Einige belege aus den werken der Chaucerschüler mögen genügen: foon : anoon Hoccleve MP 91/466, Lydgate AG 1762, floon (ae. flän pfeile) : goon MP 259/468, been (zu ae. bēo biene) : queen Capgrave, Kath. IV 255, schon Chr. 70, oxen 83, hosen 70, eyne 31, 78. Auch einige wörter, die ursprünglich nicht schwach flektiert wurden, haben den n-plural angenommen, vgl. bretherin Chr. 108, 158 u. Ö., childirn Chr. 16, 18, 27 neben childir 17, 43. So auch children Hos. IX 12b, XIV 1b, Micha II 9b, Mark. X 14 (childre Hos. IX 12 a, XIV 1a, Micha II 9 a), lambren Dan. III 40, Luk. X 3, fadryn Gal. I 14 (b: fadris), kijn < ky kühe Hosea X 5, kyen Amos IV 1, kijn Pecock 259, kyen R 69, brothern, brederyn Exeter 335, 336, bretheren, childrin, eyren (Morsbach 114), bretheryn 2JP III 139 u. Ö., brodyrn WaP III 226 (brether MP III 135), so auch knyghtenspence (gen. plur.!) Worcester 390. Doppelte pluralbildung liegt vor in wyndownes (an. windauga > window !) 1JP I 252, * III 211.

In ne. mundarten bilden noch andere starke substantiva den plural auf -n, vgl. hauzn u. ä. Ellis 48, 119, 271 u. ö., tlõəzn (ae. clāḥ) 220, cheesen (ae. cīcse) 271, sogar plēzn (frz. place) 60, 212.

($ 220) Bei einigen starken neutris ist in ae. weise der plural dem singular gleich. Für die Chaucerschule mögen genügen die angaben von t. Br. (8 206), ferner folgende beispiele: schepe : kepe Hoccleve RPr 1428, yeer : cheer Lydgate, Giles 106, ebs. EFr II 987, III 1435, AA I 707, swyn : myn Capgrave IV 1480, þing : kynge Pr 33 (aber thyngis : kyngis I 688 u. ö.), zeere : here IV 1877 u. Ö., und aus Chr. hors 255, 256, 292 u. Ö., pound 89, 130, 195 u. Ö., thing 194, 293, 305 u. Ö. (thingis 1, 20, 305 u. ö.), zere 13, 27, 29 u. ö. (zeres 13, 63 u. ö)., lite < lēoht 22 (?), tre 21 (trees 9, 34, 35 u. 7.), scheep 8, 31, 39 u. o., wynter 29, 35, dazu uynter Morsbach 114.

($ 221) Bei massbestimmungen hat sich aus dem von zahlwörtern abhängigen genetiv ein endungsloser plural entwickelt; auch analogie zu wörtern wie pund, zcār konnte wirksam werden, sobald der genetiv nicht mehr als solcher gefühlt wurde. So hat Bokenam myle plur. : begyle Pr, 113, ebs. XII 82, Capgrave fote 197, myle 103, 268, score 13, 15, 96, sithe 3 (sithis ebd.), tunne 239, in den Londoner urkunden erscheint mile (Morsbach 113), in Norfolk mile, pound(e), zere, skore, ston (Schultz 31), in den Paston Letters boshell 3JP III 7 u. ä.

Auch andere wörter finden sich oft ohne pluralbezeichnung. Teilweise können die endungslosen formen reste ae. deklinationsarten sein, so broder (Ms. e) : oder (Ms.: othyr) Audelay 35, doughtyr 3JP III 82, brethere, systere, brothere, modere, dazu fadere (Schultz 31 f), goot (ae. gūt mit beeinflussung durch den singular?) Chr. 8, hethen < hæþne (adj.) Anglia. N.F. XII.

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Chr. 82, monthe <ae. plur. mõnaþ Morsbach 114, morunspeche (ae. plur. spræce) Schultz 31, auch candelle (ebd.)?, ferner chyldyr u. ä.; vgl. $ 219 und 3JP III 150, 197, 289 u. 7.; meist jedoch wird analogie der substantive gewirkt haben, bei denen beide numeri gleich lauteten, so in auter Chr. 15, puple 17, 21, 40 u. oft (vgl. ne. people; puples = völker 18), electoure 158, alye 286, crym 265. Aus Caxtons RF ist zu erwähnen membre 44 (druckfehler?).

In dede of armes Chr. 33 liegt gruppenplural vor. Bemerkenswert ist noch a (sing.) sufficient amendis (plur. < frz. amendes Pecock 110.

3. Geschlecht. ($ 222) Ae. feminina und neutra erscheinen nicht selten als maskulina, so bei Capgrave lond (neutr.) als maskulinum 23, bei Pecock die feminina scoling schulung 90, book 4 u. Ö., lawe 70, treuthe 99 u. Ö., deedis 123, roode 194 (neutr. 223), brigge 338, world 548 und die neutra thing 17, hous 11, writt 16, Ynglond 86, dazu mankinde 74 (ae. cynde wird als n. und f. gebraucht). Männliches geschlecht zeigen ferner die fremdwörter argument Pecock 102 u. oft, clergie 2, article 53, text 64, crosse 199, reward 384, couent 346, auch scripture 35 u. ö. (neutrum 73), conclusioun 43, opinioun 96, noumbir Chr. 2; als weiblich betrachtet Capgrave cyte 160, als männlich bereits sunne 44.

II. Adjektivum. ($ 223) In den meisten unserer prosadenkmäler erscheint gelegentlich die frz. pluralendung -s, jedoch fast nur bei romanischen wörtern. Chaucer hat noumbres proporcionables u. ä. (t. Br. § 243), Capgrave many justeres (zu frz. jouste) alienes Chr. 175, die Londoner urkunden alle þe goodis þat be meuablis W 80/5, I paire candelstekes secundaries 82/2, many wronges subtiles M 2, die Norfolker gilden sufficiauntz borwes BL 92, die verfassung von Worcester other (diuers) yeld(e)s precedents 379, 402. Die Paston Letters bieten den frz. plural auch bei vorgestelltem adjektiv, so certeins notables and resonables causes 1 WiP I 30, at diverses tymes * II (66), the Kings moste noblez lettrez, in many diversez bihalvez * I (421), sogar bei einem germanischen eigenschaftswort: my goods Maysters * II (298); ähnlich yours goode cosynes and frendes * I 209. Caxton (Römstedt 38) hat frz. plural nur in romanischen wörtern.

Die ae. endung des gen. plur. ist noch erhalten in God our aller Creatour R 53.

($ 224) Der im Ae. nicht seltene i-umlaut im komparativ und superlativ der adjektiva hat sich im 15. jahrhundert nur noch bei eald, long, und strong erhalten, jedoch sind neben den umgelauteten auch nicht umgelautete formen im gebrauch. In der Bibel finden wir stets elder, stronger und strenger (belege bei Gasner s. 77 f.), meist lengere, lenger, lengre 2 Makk. XII 36, Mark. XII 40 a, Luk. XXII 43, 1 Thess. III 1, ausnahmsweise auch longer Mark. XII 40 b. Pecock schreibt einmal longer 223, sonst bedient er sich stets der umgelauteten formen, vgl. lengir u. ä. 15, 64, 78 u. oft, lengist 133, strenger 46, 77, strengist 527, eeldir 106, 107, 108 u. Ö. (aldir men 215), eeldist 118, 133, 249 u. ö. Auch Chaucer hat umlaut in diesen formen (t. Br.

. $ 244), ebenso gewöhnlich Capgrave: elder 8, 131, 187 u. Ö., eldest 78, 107, 206 u. Ö., lenger 44, 121, 265 u. Ö., longer 51, 110, strenger 73, 289. Aus den Londoner urkunden führt Morsbach (s. 117 f.) an elder, eldest, strenger, lenger, longer, - lenger erscheint auch in den späteren staatsurkunden (R 44). In den Suffolker testamenten sind zu belegen theldere 1481: 65, ebs. 1482: 54, theldest 1481: 66, oldest 1467: 24, longere 1467: 36; in den Norfolker gilden lenger, lengest, einmal longer (Schultz 32), dazu lenger 1459 I 461. In den Paston Letters sind beide arten der steigerung im gebrauch, vgl. elder MP II (125), 239, Wo II (313), older MP II 187, 212 usw. – noch kein unterschied zwischen elder und older lenger u. ä. 1 WiP I 30, 2WiP II 109, MP III 134 u. Ö., 2JP III 116 u. Ö., 3JP II (305), longer u. ä. 2WiP II 108 u. Ö., MP II (362 u. ö.), 2JP III (89), lengest MP I (250), longest 3JP III 180, strenger MP II 216, strengest Norf. II (68). Der positiv streng Wo I (417) braucht nicht neubildung nach strenger, strengest zu sein, sondern kann auf ae. strenge beruhen. Dagegen ist das adverbium des positiys leng(e) MP II (290, 291) neubildung nach dem komparativadverbium lenge (ebd. 291). Bei Caxton ist umlaut noch recht gebräuchlich (Römstedt 39).

($ 225) Die kürzung der langen vokale im komparativ und superlativ ist in unseren quellen noch üblich. Wycliffe bietet gretter, grettest (Gasner 77), lennere < hlæne Dan. I 10 b, hatter

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Dan. III 19, brodder Ezech. XVII 6, XLI 7 (b: braddere), sunner 1 Makk. II 40 usw., Pecock broddir 80, deppir 159, gretter 158, 159, 213 u. Ö., swetter, swettist 67, widdir 347 (wijdir ebd.), Chaucer gretter, grettest, derre (t. Br. § 244), Capgrave gretter 214, grettest 100, 265, die Londoner urkunden gretter, grettest, derrest (Morsbach 117 f.), später derrest E 12, 29, 57 u. ö. neben derest 46, sonnest R 72, die Suffolker testamente grettere 1467: 20, 23, 29, die Paston Letters gretter 2JP III 199, 3JP III 267, Wo I 404 u. Ö., grettist u. ä. Wo I 370, 1JP I 276, MP II 195 usw., nerrest MP II 241, 2JP III 199, seltener greter, gretest Wo I 370, MP III 126 u. Ö., Caxton grettest, deppest (Römstedt 39).

(S 226) Steigerung eines adjektivischen partizipiums liegt vor in the louyngist Pecock 130. Doppelte steigerung zeigt sich in furtherer F I (376), more hastyer remedy Worcester 377, the most abilist persons Exeter 335, as moste beste can be advysed Suffolk 1482: 54, vgl. dazu most best and expedient in Norfolk, das Schultz 232 ohne grund verbessern will. Aehnliche fälle bei Caxton (Römstedt 39).

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III. Adverbium. ($ 227) Ueber ae. -lice vgl. § 198.

Hier ist zu erwähnen das nördliche till, das auch in unseren quellen bisweilen für das südlich-mittelländische to eintritt. til to findet sich einige male in der handschrift Kder Bibel (Apg. XVII 14, XXI 5, XXIII 23 u. ö.), til in den werken der Chaucerschule (tylle : fulfille Nun 29, : wylle Wade 1629, Bokenam I 1122, : spylle Capgrave II 481), häufiger in der volkstümlichen litteratur (: wille Lon. XXIII 554 u. Ö., Cobsam 583, : fulfill Beryn 3972 u. Ö., : stille Unz. T. 219, : wylle v Marg. 272, Wolf. 152, Stat. Jer. 263, Lamb. II 11/103 u. Ö., Brompton 22, Ryman LXXXIV 5 u. ö., : fulfyl Audelay 80, : hylle usw. PlSa 195). Aus der prosa sind zu erwähnen till PL * II (420), tyl Caxton BE 34,1, 49,19, 56,., 57,22, 69,16 usw.

(§ 228) Neben dem komparativadverbium further, forther < furþor findet sich häufiger eine durch ae. feorr beeinflusste form ferther, vgl. ferther u. ä. 2 Tim. III 9, Pecock 2, 3, 53 u. oft (forther nur 12, 345, 403), Capgrave Chr. 188, 195, Morsbach 35, R 16, 23, 58 u. ö. (forthre 17, furthre 46), Suffolk 1467: 26, 2WiP I 86, 2JP III 199, 3JP III 40, MP II 25

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