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132 FÖRSTER, DIALEKT-MATERIALIEN AUS DEM 18. JAHRH. Wantey, (C.) a Sursingle, or large Girth for a Pack-Horse. War and War, (N.C.) worse and worse. Ware your Money, (N.C.) bestow it well. Way-bred, (N.C.) the Herb Plantain. [Wase, a wreath of Cloth, &c. to be laid under a Vessel that

is born on the Head.] Weanel, (C.) a Young Beast newly taken off from sucking its Dam. Wcel, a Bow-net to take Fish in. In Lancashire, a Whirlpool. Wence or Four Wence, (in Kent) a Place where four Roads

meet and cross each other. To Wend, (N.C.) to go. Wheam or Wheem, (in Cheshire) so close that no Wind can

enter; also convenient. Wheamow, (N.C.) Nimble. Wheden, (W.C.) a simple Fellow. Wheen-Cat, (N.C.) a she Cat. Whee, or Whey, (in Yorkshire) an Heifer, or young Cow. Wherkened, (N.C.) Choaked. Whisket, (C.) a Scuttle, or Basket. White-Straits, a course Cloath made in Devonshire. Whittle, (W.C.) a doubled Blanket which some Women wear

over their Shoulders. Widow-bench, (in Sussex) that share which a Widow is allow'd

of her Husband Estate besides her Joynture. Yure, (0.) .... In the North-Country, covetous, stingy. To Yark, (N.C.) to prepare. Yate or Yatt, (C.) a Gate. Yelt, (C.) a young Sow. Yule, (N.C.) the Festival of the Nativity of our Lord, commonly KEATS' BRIEFE IN IHREM WERT FÜR DIE

call'd Christmas.

WÜRZBURG.

D. UND M. FÖRSTER.

CHARAKTERISTIK DES DICHTERS.

Einleitung. Um zu dem charakter eines dichters vorzudringen, bieten sich uns zwei gruppen von hilfsmitteln, die ich als ówerke' und 'material' unterscheide. Unter den werken verstehe ich der einfachheit halber, da der begriff kunstwerk streitig ist, alles, was der künstler selbst als erzeugnisse seines freien, schöpferischen geistes dem publikum vorgelegt hat –, unter material zunächst alles, was der dichter sonst noch geschrieben hat, wie wissenschaftliche abhandlungen und rezensionen, briefe und tagebücher, und sodann memoiren und sonstige aufzeichnungen von freunden und zeitgenossen, erinnerungen an gespräche mit ihm usw. Es drängt sich da sogleich die frage auf, ob werk und material in gleicher weise für die kenntnis des charakters nützlich sind, oder ob man auf dem einen weg vielleicht besser und leichter zum ziele gelangt als auf dem andern. Unter dem material nehmen die briefe bei weitem den hervorragendsten platz ein, und in der hauptsache handelt es sich also um werke und briefe. Um die wertfrage zwischen beiden zu entscheiden, wollen wir zusehen, ob und wieweit die briefe mittel zur charakteristik geben, und wir lassen darauf zunächst die bisherige kritik antworten. Damit diese antwort möglichst allgemein giltig sei, halte ich mich an ein bedeutendes, mir nahe liegendes beispiel, den briefwechsel Goethe's.

Strehlke giebt in dem 2. bd. seines wertvollen und grundlegenden werkes 'Goethe's Briefe' (Berlin 1884) s. 535-542 einen hinweis auf die gesamtresultate, die aus diesen briefen zu ziehen sind. Er wehrt zunächst den hierin etwas skeptischen Anglia. N. F. XII.

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Gervinus mit seinem schriftchen ‘Ueber den Goethischen briefwechsel' (1836) ab, geht aber dann selbst ziemlich weit in der anerkennung eines berechtigten natürlichen mistrauens. Er sagt: 'Auch ist es ja natürlich, dass der brief in den meisten fällen auf wissenschaftliche bedeutung keinen anspruch machen kann und eigentlich nicht einmal objektiv beurteilt werden darf, wenigstens nicht, soweit er nicht thatsächliches zu seinem gegenstande hat. Er ist und bleibt eine subjektive äusserung, die aus der situation und stimmung des augenblicks hervorgegangen ist und welche mass und regulierung nur in dem persönlichen verhältnisse zu dem findet, an welchen er gerichtet ist. Es liegt darin einerseits das reizvolle, welches die beschäftigung mit der korrespondenz bedeutender personen gewährt, andererseits aber auch eine warnung, iu den schlüssen, welche man aus einer solchen zieht, mit grosser vorsicht zu werke zu gehen' (s. 537), und gleich darauf: 'weil man in neuester zeit auch das geringfügigste sammele, gerade deswegen dürfe man dem einzelnen wort, der flüchtigen, durch augenblickliche stimmung veranlassten äusserung an sich keinen zu hohen wert beilegen, sondern sie nur in verbindung mit dem ganzen betrachten, von dem sie einen verschwindend kleinen teil ausmache' (s. 537 f.). Aber nachdem er sich jetzt freie bahn geschaffen hat, erhebt sich der ton zu einer wohlthuenden sicherheit: 'Von den briefen aber ist in biographischer hinsicht noch eine andere anwendung zu machen (nämlich ausser zur bestimmung von daten). Bekanntlich liegt Goethe's wesen und charakter nicht so einfach und klar vor uns, dass es für jeden leicht wäre, eine sichere kenntnis desselben zu gewinnen; ausserdem haben anfeindungen der verschiedensten art noch dazu beigetragen, die vorstellungen zu trüben, welche sich ein unbefangener sinn über ihn machen mochte. Um hier auf den richtigen weg zu kommen, giebt es kein besseres mittel als eine eingehende beschäftigung mit seinen briefen. Während uns dieselben, wenn wir mehr chronologisch zu werke gehen, die allmähliche entwicklung seiner persönlichkeit deutlich erkennen lassen, so zeigen sie in ihrer gesamtheit die niemals veränderten grundzüge seines charakters(s. 539). Am schlusse (s. 542) findet sich folgende stelle: 'Besonders aber sind es Goethe's naturwissenschaftliche briefe, in denen oft gedanken und beobachtungen weiter ausgeführt werden, die in den werken selbst nur angedeutet oder oberflächlich berührt sind,' dies habe eine schrift von S. Kalischer benutzt, die besonders deshalb hier erwähnung verdiene, 'weil sie ein beispiel sei für die art und Weise, wie überhaupt die briefe Goethe's wissenschaftlich benutzt werden könnten.' (Man vergleiche hiermit die obige äusserung s. 134, die den briefen in den meisten fällen die wissenschaftliche bedeutung ganz abspricht.) Und nun fasst er sein gesamtresultat in dem satz zusammen: 'Ihr hauptwert wird freilich immer darin bestehen, dass sie zur ergänzung und erläuterung seiner werke dienen.' Man sieht, klar ist diese kritik nicht, und was wäre das ziel der kritik, wenn nicht klarheit? Auch Schoell, der erste herausgeber der Briefe an Frau von Stein, meint (bd. I xl), dass sie 'in manchen geständnissen die

I stellung seiner seele zur herrschenden kultur tiefer und schärfer als irgend eines seiner herausgegebenen urteile bezeichnen' [!]. Von einem fast zu jugendlichen enthusiasmus fortgerissen aber zeigt sich Fielitz als herausgeber einer Auswahl von Jugendbriefen Goethe's (Berlin 1880), wenn er in seinem vorwort erklärt, dass diese briefe durch eine menge der herrlichsten (von ihm aufgeführten) eigenschaften einen zauber ausübten, der sich nur mit den eindrücken vergleichen lasse, wie wir sie aus Goethe's schönsten lyrischen gedichten, aus dem Götz, Werther, Egmont, ja aus dem ersten teile des Faust empfingen. Das herausgeben von briefen Goethes sei vielen ein gegenstand wohlfeilen spottes; er für sein teil bekenne, dass er, wenn es sein müsste, eine ganze reihe von erzeugnissen des Goethe'schen geistes aus seinen gesammelten werken preisgeben würde, um seine briefe, vor allem die seiner jungen jahre, zu retten.

Nach dem angeführten werde ich wohl nicht sehr fehl gehen, wenn ich den stand der kritik dahin zusammen fasse: Die briefe bieten einem vorsichtigen und gewandten mann einen vortrefflichen weg, um zur erfassung des künstlerischen charakters vorzudringen. Da sich nun ein jeder für einen vorsichtigen und gewandten mann hält, so wandeln diesen weg zur erkenntnis des dichters ebenso zahllose wie sorglose herausgeber von briefen, und die schätzung dieses teils des materials giebt in wirklichkeit kaum derjenigen der werke etwas nach, wenn man sich auch noch scheut, es allzu offen auszusprechen. Wir aber fragen: findet sich in diesen briefen

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wirklich ein ungefährer grundriss des charakters, findet sich darin wirklich ein wegweiser und wegbahner zur erkenntnis des innersten wesens des künstlers, das vollständig natürlich, wie niemand bezweifelt, erst in den werken erkennbar wird? Sind die spuren, die sich ja notwendigerweise von dem wesen des künstlers in diesem material finden müssen, wirklich so greifbar und deutlich, dass sie die wahre erkenntnis, die wissenschaft weiterführen können? Ist aus diesem so eminent subjektiven material wirklich allgemeingiltiges herauszuholen? Können wir diese frage vielleicht auch nicht so bestimmt, wie sie gestellt ist, lösen, so werden uns doch abwege und schwierigkeiten klarer werden. Die bisherige kritik scheint uns der willkür der einzelnen subjektivität allzuviel raum zu gestatten, vielleicht gelingt es einer ernsten prüfung, zu bestimmteren ergebnissen zu gelangen.

1. Um die frage nach der bedeutung der briefe im vergleich zu den werken ausführlich zu erörtern, habe ich mir vorgesetzt, Keats' briefe auf ihren wert für eine charakteristik dieses dichters zu prüfen. Ich knüpfe dabei an die bisherige litteratur über Keats (in ihren bedeutendsten vertretern) an, welche die bedeutung der briefe für die charakteristik nachdrücklich hervorhebt. Da aber diese litteratur in den meisten fällen sich nicht allein auf die briefe stützt, sondern auch das übrige material heranzieht, so sehe ich mich zu dem gleichen verfahren gezwungen und werde in dem ersten teile meiner arbeit, mich an bestimmte fragen der kritik haltend, darzuthun versuchen, zu welchen resultaten eine konsequente benutzung des gesamten materials führt, und werde dann erst die briefe und die gewonnenen resultate in ihrem wert für die charakteristik betrachten.

In 4 grossen oktay-bänden!) hat H. Buxton Forman die werke des jugendlichen dichters gesammelt. So stattlich sich nun auch die erzeugnisse der Keats'schen muse von aussen ausnehmen --- 2 bde. 'Poetry' und 2 bde. 'Prose' -, bei der näheren betrachtung schrumpfen sie erschrecklich zusammen.

1) Wir zitieren diese bände einfach mit den entsprechenden römischen ziffern und zwar die zweite ausgabe, London 1889.

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